Kibbe-Körpertypen sind die Stilkategorien, die David Kibbe 1987 in seinem Buch Metamorphosis aufgestellt hat: dreizehn im Buch, zehn in der Fassung, die heute die meisten nutzen. Jeder Typ ist eine Mischung aus Yang (kantig, gerade, lang) und Yin (weich, rund, kompakt), abgelesen an deinem Knochenbau, deinem Körpergewebe, deinem Gesicht und daran, wie groß du wirkst, und zu jedem gehören die Linien in der Kleidung, die ihn aufgreifen.
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Die meisten Ratschläge zum Figurtyp machen aus dir ein Stück Obst. Apfel, Birne, Sanduhr, „Rechteck“. Diese Begriffe beantworten eine echte Frage, und zwar in Bildern, die sich jeder vorstellen kann: wo dein Körper am breitesten ist und was deine Kleidung deshalb ausgleichen muss. Das ist gut zu wissen. Aber genau da hören sie auch auf.
Denn darunter liegt eine zweite Frage, und bei der bringt dich das Wissen, dass du eine Birne bist, nicht weiter. Kantig oder weich. Lang oder kompakt. Strukturiert oder fließend. Diese Frage entscheidet, ob ein steifer, klassisch geschnittener Blazer nach dir aussieht oder an dir wie eine Rüstung wirkt, und mit deinem Taillenumfang hat sie nichts zu tun.
Kibbe ist das System, das genau diese Frage beantwortet. Es hat allerdings auch den schlechtesten Ruf im Netz, begraben unter zehn Jahren schlechter Online-Tests und unter Foren, in denen darüber gestritten wird wie über Glaubensfragen. Räumt man das beiseite, ist es wirklich nützlich. Hier kommt die einfache Version.
Also zwei Ebenen. Der Figurtyp sagt dir, wo das Volumen sitzt. Die Linie sagt dir, was die Kleidung damit machen soll. Du brauchst beides.
Was Kibbe eigentlich ist
David Kibbe, ein Stylist aus Manhattan, hat dieses System in den 1980er-Jahren entwickelt und 1987 als David Kibbe's Metamorphosis (Atheneum) veröffentlicht. Das Buch verbindet ein Quiz mit einem Profil für jeden Typ und Ratschlägen zu Kleidung, Farbe, Make-up und Haaren. Das Vokabular ist älter als das Buch: Vox verweist auf Harriet Tilden McJimseys Lehrbuch Art in Clothing Selection von 1963, das schon mit Yin- und Yang-Körpertypen arbeitete und dem zugeschrieben wird, die Archetypen benannt zu haben, die Kibbe bekannt machte: Dramatic, Classic, Natural, Romantic und Gamine.
Er bietet bis heute seine eigene Analyse an, die seine Website „Certified KIBBE ANALYSIS“ nennt, und im Januar 2025 hat er ein zweites Buch veröffentlicht, David Kibbe's Power of Style (Rodale Books), dessen Verlag „Überarbeitungen und Aktualisierungen“ seiner Systeme Image Identity und Color aufführt. Das meiste, was online über das System kursiert, stammt aus zweiter oder dritter Hand, wie Kibbe selbst angemerkt hat (Vox, 2022).
Was es anders macht: Es misst weder dein Gewicht noch deine Kleidergröße, und wie Kibbe gegenüber Vox sagte, beruht die Einschätzung auch nicht auf Brust- und Hüftumfang. Es schaut auf die Linien deines Körpers, kantig oder weich, lang oder kompakt, und sagt dir, welche Linien in der Kleidung sie aufgreifen. „Es ist nicht so, als würde man Menschen in Kategorien stecken“, sagte Kibbe 2021 dem MEL Magazine. „Das ist der große Fehler.“ Das Buch verbindet außerdem eine Persönlichkeit, die Kibbe eine Essenz nennt, mit Yin, mit Yang und mit jedem Typ. Dieser Artikel bleibt bei der körperlichen Einschätzung.
Das Ganze beruht auf einer einzigen Idee. Deine Kleidung sieht am besten aus, wenn ihre Linien mit den Linien deines Körpers übereinstimmen. Steck einen markanten, kantigen Menschen in weiche Rüschen, und es wirkt überladen. Steck einen weichen, runden Menschen in strenge, harte Schnitte, und die Kleidung sieht aus wie eine Rüstung. Stimm die Linien aufeinander ab, und alles kommt zur Ruhe.
Was es misst: Yin und Yang
Kibbe ordnet alle Menschen auf einer Skala zwischen zwei Polen ein.
Yang ist kantig. Eckige Knochen, gerade Linien, Länge, schmale Formen. Groß und geometrisch.
Yin ist weich. Runde Knochen, Kurven, Fülle, Kompaktheit. Klein und rund.

Niemand ist ganz das eine oder das andere. Du bist eine Mischung, und das Quiz in Metamorphosis ermittelt diese Mischung über deinen Knochenbau (kantig oder stumpf, deine vertikale Linie zählt hier mit), dein Körpergewebe (straff oder weich), deine Gesichtsknochen, deine Gesichtszüge und sogar deine Haare. Jede Frage beantwortest du auf einer Skala vom Yang-Ende bis zum Yin-Ende. Wo du in dieser Mischung landest, ist dein Typ. Kibbe selbst nennt seine Typen „Image Identities“. Keines der beiden Enden ist besser: Kibbe nennt Yin und Yang neutrale Beschreibungen (Vox).
Die fünf Familien
Die zehn Typen lassen sich in fünf Familien einteilen, jede mit einer anderen Balance aus Yin und Yang:
- Dramatic: Yang. Kantig, lang, schmal.
- Natural: weiches Yang. Stumpfe Kanten, entspannt, etwas breit.
- Classic: ausgewogen. Symmetrisch, gleichmäßig, moderat.
- Gamine: Yin und Yang gemischt auf einem kompakten Körper. Kantig und weich zugleich.
- Romantic: Yin. Weich, rund, kurvig.
Die modernen 10 Typen
Metamorphosis (1987) beschrieb dreizehn Typen. Die meisten heutigen Ratgeber arbeiten mit zehn. Die drei Typen aus dem Buch, die nicht zu den zehn gehören, sind Natural, Classic und Gamine, jeweils der zentrale Typ dieser drei Familien. MEL Magazine berichtete 2021, dass es laut Kibbe keine „echten“ Naturals oder Gamines mehr gibt, nur noch Soft und Flamboyant. Vox berichtete 2022, dass sich die körperlichen Beschreibungen der Typen nicht änderten, als er die dreizehn auf zehn reduzierte, und ein Rezensent von Power of Style schreibt, das Buch von 2025 bestätige, dass die drei weggefallen sind, und gebe jeder der fünf Familien zwei Optionen. Das sind die zehn.

Hier die zehn mit der Yin-Yang-Balance und der Körpergröße, die Metamorphosis jedem Typ zuschreibt, die Balance in Kibbes eigenen Worten:
| Image Identity | Familie | Balance im Buch von 1987 | Körpergröße im Buch von 1987 |
|---|---|---|---|
| Dramatic | Dramatic | Extremes, scharfes Yang | Mittelgroß bis groß, meist 5 Fuß 5 Zoll und darüber |
| Soft Dramatic | Dramatic | Markantes Yang mit ausgeprägter Yin-Unterströmung | Mittelgroß bis groß, meist 5 Fuß 5 Zoll und darüber |
| Flamboyant Natural | Natural | Starkes Yang mit stumpfen Kanten | Mittelgroß bis sehr groß, meist 5 Fuß 5 Zoll und darüber |
| Soft Natural | Natural | Weiches Yang mit Yin-Unterströmung | Bis 5 Fuß 7 Zoll |
| Dramatic Classic | Classic | Ausgewogen, mit Yang-Einfluss | Mittelgroß, bis 5 Fuß 7 Zoll |
| Soft Classic | Classic | Ausgewogen, mit Yin-Einfluss | Mittelgroß, bis 5 Fuß 6 Zoll |
| Flamboyant Gamine | Gamine | Kombination von Gegensätzen, mehr Yang | 5 Fuß 6 Zoll und darunter |
| Soft Gamine | Gamine | Kombination von Gegensätzen, mehr Yin | Unter 5 Fuß 5 Zoll |
| Theatrical Romantic | Romantic | Weiches Yin mit leichter Yang-Unterströmung | Mittelgroß bis zierlich, meist 5 Fuß 5 Zoll und darunter |
| Romantic | Romantic | Extremes, weiches Yin | Mittelgroß bis zierlich, meist 5 Fuß 5 Zoll und darunter |
Kibbe versteht diese Größen als Richtwerte, nicht als feste Grenzen: In jedem Profil des Buches steht, eine leichte Abweichung hier oder dort sei „kein Grund zur Sorge“, solange sie dein Gleichgewicht aus Yin und Yang nicht stört. Umgerechnet sind 5 Fuß 5 Zoll 165 cm, 5 Fuß 6 Zoll 168 cm und 5 Fuß 7 Zoll 170 cm. Das ist der Stand von 1987. Weil Power of Style als Überarbeitung und Aktualisierung des Systems angekündigt wird, lies ihn als Ausgangspunkt und nicht als Kibbes letztes Wort.
Dramatic. Reines Yang. Groß, kantig, schmal, gerade. Am besten in langen, sauberen, geschneiderten Linien und monochromen Looks. Rüschen sind der Feind.
Soft Dramatic. Kantige Knochen, weiches, üppiges Gewebe, auf einem großen Körper. Am besten in kühnen, dramatischen Formen mit drapierten, opulenten Stoffen. Braucht Format. Kleines und Braves geht unter.
Flamboyant Natural. Groß, breit, mit stumpfen Kanten, leicht sportlich. Am besten in lockeren, langen, unstrukturierten Linien und Naturmaterialien. Steif geschneiderte Teile arbeiten gegen den Körperbau.
Soft Natural. Mittelgroße, stumpfe Knochen mit weichem Gewebe und einer sanften Taille. Am besten in lockeren, fließenden Formen, die die Taille leicht andeuten. Kantige Struktur wirkt hart.
Dramatic Classic. Ausgewogen, mit leichter Kante. Symmetrisch und maßvoll. Am besten in sauberem, gepflegtem Tailoring. Alles zu Weiche oder zu Laute wirkt fehl am Platz.
Soft Classic. Ausgewogen, mit leichter Weichheit. Am besten in feinem Tailoring mit weichen Details. Strenger Minimalismus wirkt an diesem Typ hart.
Flamboyant Gamine. Kompakt und lebhaft, mit Tendenz zu Yang: breite, kantige Knochen und schlankes, gerades Gewebe auf einem kleinen Körper. Am besten in präzisen, unterbrochenen Linien und kombinierten Einzelteilen. Lange, fließende Looks verschlucken den Körper.
Soft Gamine. Kompakt, mit Tendenz zu Yin: kleine, leicht kantige Knochen mit weichem, rundem Gewebe. Am besten in anliegenden, präzisen Formen mit runden Details. Lange monochrome Looks lassen diesen Typ verblassen.
Theatrical Romantic. Mittelgroß bis zierlich, eine weiche Sanduhr auf kleinen Knochen mit leicht scharfen Kanten. Am besten in anliegenden Formen, die den Kurven folgen, mit ein paar knackigen Akzenten. Alles in Oversize verdeckt, worum es geht.
Romantic. Reines Yin. Weich, rund, eine volle Sanduhr. Am besten in weichen, anliegenden Formen, die den Kurven folgen. Kastige und strenge Schnitte arbeiten beide gegen den Körper.
So fängst du an, dich selbst einzuschätzen
Vor dem Spiegel kannst du dich nicht vollständig selbst einordnen, und selbst wer sich lange mit Kibbe beschäftigt, streitet über Grenzfälle. Kibbe sieht das genauso: „Du kannst dich nicht selbst analysieren“, sagte er 2022 gegenüber Vox. „Du wirst nie objektiv sein. Niemand ist es.“ Aber du kannst deine Tendenz finden.
Drei Fragen, ehrlich beantwortet und bei gutem Licht:
- Vertikale Linie. Wirkst du lang und gestreckt oder kompakt und zierlich? Es geht darum, wie groß du wirkst, nicht darum, was das Maßband sagt: Die Antwort für „lang“ in Kibbes Quiz lautet „Die Leute denken immer, ich sei größer, als ich wirklich bin.“ Die Körpergröße bestimmt trotzdem mit, welche Typen infrage kommen, wie die Tabelle oben zeigt.
- Knochenbau. Sind deine Gesichtszüge und Gelenke kantig und eckig (Yang) oder stumpf und rund (Yin)? Schau dir deine Schultern, deinen Kiefer, deine Handgelenke, deine Hände und Füße an.
- Gewebe. Ist dein Körper schlank und straff (Yang) oder weich und rund (Yin)?

Dann der Test, der die Theorie abkürzt: Zieh etwas sehr Kantiges und Strukturiertes an, einen steifen, klassisch geschnittenen Blazer, danach etwas Weiches und Fließendes. Eins davon sieht nach dir aus. Das andere sieht aus, als würde es dich tragen. Dieser Kontrast ist das deutlichste Signal, das du zu Hause bekommen kannst.
Wenn du das Quiz selbst ausprobierst, halte dich an die Anleitung, die in Metamorphosis dazugehört: Trag einen Body oder zumindest Kleidung, die deinen Körper zeigt, nichts Unstrukturiertes und keine Schulterpolster, schmink dich ab und mach es, wenn du kannst, mit vier bis acht Freundinnen und Freunden, denn ein Spiegel gibt dir nur dein eigenes Spiegelbild zum Vergleichen. Das Buch von 2025 funktioniert laut einer Rezension anders: DoctorTDesigns berichtet, dass Power of Style das Quiz weglässt und du stattdessen einen leichten Stoff über die Schultern drapierst, ein Hauptmerkmal (vertikal oder kurvig) und danach ein Nebenmerkmal wählst, und dass alle über 5 Fuß 6 Zoll als vertikal dominant gelten.
„Figurgerecht anziehen“ ist kein Schimpfwort
Jahrelange Ratschläge haben dieser Idee einen schlechten Ruf eingebracht, weil es darin ums Kaschieren ging: ein Körperteil, das versteckt, eine Silhouette, die korrigiert werden soll. Kibbe ist das nicht, und deinen Figurtyp zu kennen auch nicht. Bei beidem geht es um Harmonie, um Kleidung, deren Linien mit deinen übereinstimmen, nicht um eine Liste von Dingen, die du verdecken musst. Auf Kibbes eigener Website steht, Menschen hätten „nur einzigartige Merkmale“, und es gehe darum, sie zu betonen, „statt zu versuchen, sie zu verbergen, um irgendeinem willkürlichen Schönheitsstandard zu entsprechen“.
Eine Dramatic in verspielten Rüschen hat keinen Makel, das Outfit ist nur nicht auf sie abgestimmt. Eine Romantic in kaltem, strengem Minimalismus ist auch nicht verkehrt, die Linien arbeiten nur gegen ihre Kurven. In diesem System gibt es keinen falschen Körper. Es gibt nur „stimmig“ und „unstimmig“.
Die häufigsten Fehler
- Nach Gewicht oder Größe einordnen. Kibbe schaut auf den Knochenbau, darauf, wie groß du wirkst, und auf die Art deines Körpergewebes, nicht auf deine Maße. Wenn du zu- oder abnimmst, wechselst du nicht den Typ, es ändert sich nur, wie du ihn anziehst.
- Prominenten-Beispielen hinterherlaufen. Die meisten Promi-Typlisten im Netz sind Vermutungen anderer Leute nach Fotos, und sie führen auf die falsche Fährte. Kibbe meinte seine Promi-Beispiele als Leitbilder für den Gesamteindruck, nicht als Körper, denen man bis ins Detail gleichen muss, und er hat gesagt, dass es seiner Philosophie widerspricht, andere Menschen anhand von Fotos einzuordnen (Vox). Nimm sie nicht zu ernst.
- Den „schönsten“ Typ erzwingen. Viele wollen Romantic oder Soft Dramatic sein, weil die Namen schön klingen. Das Ziel ist Genauigkeit, nicht Wunschdenken. Dein echter Typ ist der, in dem du mühelos aussiehst.
- Online-Tests vertrauen. Derselbe Fehler wie bei Farbtests im Netz: Sie lassen dich deinen eigenen Knochenbau beurteilen, und genau da liegen Anfänger falsch. Kibbe selbst sagte dem MEL Magazine: „Wenn du nicht weißt, wie du die Fragen im Quiz beantworten sollst, ist das Quiz sinnlos.“
Warum sich die Mühe lohnt
Sobald du deine Linien kennst, kaufst du anders ein. Du siehst eine Jacke am Bügel und weißt, ob ihre Linien zu dir passen, bevor du sie überhaupt anprobierst. Weniger Fehlkäufe, schnellere Entscheidungen und ein Kleiderschrank, in dem die Sachen wirklich zusammenpassen, weil sie alle demselben Körper stehen. Deinem.
Ein Test im Laden, der schon funktioniert, bevor du deinen Typ kennst: Prüf am Bügel drei Dinge, die Schulter (aufgebaut oder weich), die Kanten (präzise oder gerundet) und den Stoff (hält die Form oder fällt). Dann probier es an. Wenn das Kleidungsstück und dein Körperbau dasselbe sagen, ist es stimmig. Wenn sie sich streiten, siehst du es im Spiegel, noch bevor du an der Kasse bist.
Willst du es genau wissen?
Die Fragen für zu Hause zeigen dir eine Tendenz. Wenn du beide Ebenen genau bestimmen lassen willst, also deinen Figurtyp und deine Linie, dazu die Schnitte, die daraus folgen, und deine Farbpalette: Genau das macht Wearly Labs, und jeder Schnitt bekommt ein Urteil, „Tragen“, „Kommt drauf an“ oder „Lassen“, mit der Begründung dazu. „Kommt drauf an“ steht für eine Farbe, die nur unterhalb der Taille oder nur als Akzent passt, oder für ein Kleidungsstück, das unter einer Bedingung funktioniert, etwa in einem längeren Schnitt.
In der Beispielanalyse hat Mitgründer Filip Poláček den Figurtyp Trapez und eine mittlere Linie, und seine Seite beantwortet die Frage „strukturiert oder fließend?“ direkt: „Liegt ein Teil zwischen strukturiert und locker, entscheide dich für die strukturiertere Variante“. Die Urteile, die daraus folgen, mit den Begründungen seiner Seite:
| Ebene | Urteil | Teil | Die Begründung auf der Seite |
|---|---|---|---|
| Schnitt | Tragen | Klassischer, fest verarbeiteter Anzug | Schulter und Rumpf sind so geschnitten, wie du gebaut bist, deshalb schließt er, ohne zu spannen. |
| Schnitt | Kommt drauf an | Blazer mit Schulterpolstern | In einem längeren Schnitt. Die gepolsterten Schultern verlängern deine Schulterlinie, ohne am Rücken zu spannen. |
| Schnitt | Lassen | Kastiges Oversized-T-Shirt | Überschnittene Schultern und ein kastiger Schnitt verstecken deine Kontur unter weitem Stoff. |
| Farbe | Tragen | Elfenbein | Ein warmer, weicher Neutralton, der deinen dunkleren Farben eine Ruhepause gibt. |
| Farbe | Kommt drauf an | Reinweiß (nur unterhalb der Taille) | Klar und hell, aber ohne die Wärme, die dein Gesicht braucht. |
| Farbe | Lassen | Signalrot | Ein kaltes, scharfes Rot, das sich mit der Wärme deiner Haut beißt. |
Die Seite fasst die Schnitte in einem Satz zusammen: Lass Kastiges, Übergroßes und Hautenges weg, denn „alle drei arbeiten gegen die klare, strukturierte Form, die du aufbaust.“
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Häufige Fragen
Zehn in den meisten heutigen Ratgebern und dreizehn im ursprünglichen Buch von 1987, gegliedert in fünf Familien: Dramatic, Natural, Classic, Gamine und Romantic. Die zehn sind Dramatic, Soft Dramatic, Flamboyant Natural, Soft Natural, Dramatic Classic, Soft Classic, Flamboyant Gamine, Soft Gamine, Theatrical Romantic und Romantic.
Ja. Metamorphosis (1987) beschrieb dreizehn Typen. Die meisten heutigen Ratgeber arbeiten mit zehn. Wenn du auf eine alte Liste mit dreizehn stößt, ist das die ursprüngliche Fassung. Kibbe hat im Januar 2025 ein zweites Buch veröffentlicht, David Kibbe's Power of Style, und er bietet bis heute seine eigene Analyse in New York an.
Natural, Classic und Gamine, jeweils der zentrale Typ dieser drei Familien. Jede dieser Familien behält zwei Varianten (Soft und Flamboyant Natural, Dramatic und Soft Classic, Flamboyant und Soft Gamine), und die Familien Dramatic und Romantic behalten die zwei, die sie hatten.
Online nicht. Metamorphosis enthält ein Quiz, das du selbst auswertest, aber Vox berichtete 2022, dass es kein offizielles Quiz gibt und dass der verlässliche Weg, es herauszufinden, eine persönliche Sitzung mit Kibbe ist. Seine eigene Services-Seite, im Oktober 2026 geprüft, führt eine „Certified KIBBE ANALYSIS“ auf, aber weder einen Online-Test noch eine App. Jedes Kibbe-Quiz, jede App und jede KI-Auswertung, die du online findest, ist eine Auslegung des Buches durch andere.
Schätz ein, wie groß du wirkst, wie kantig oder stumpf deine Knochen sind und wie straff oder weich dein Körpergewebe ist, bei gutem Licht und am besten mit Freundinnen und Freunden, und prüf die Tendenz dann mit dem Blazer-Test von oben. Sieh das Ergebnis als Tendenz, nicht als Festlegung: Kibbe sagt, dass du dich nicht objektiv selbst analysieren kannst.
Das Buch rät davon ab: Entscheide dich für den Typ, dem du am meisten ähnelst, denn wer sich als „Mischung“ beschreibt, bekommt „ein Durcheinander gegensätzlicher Ideen, Linien und Formen, die sich gegenseitig aufheben.“ Für Paare, die leicht zu verwechseln sind, etwa Romantic und Theatrical Romantic, enthält es eine Vergleichsliste, die beide nebeneinanderstellt.
Ja, mit einem Vorbehalt. Auf Kibbes eigener Website steht, dass Männer ebenso wie Frauen ihr Image von ihm haben festlegen lassen, aber Metamorphosis wurde für Frauen geschrieben, deshalb sind Typnamen, Beispiele und Stylingtipps weiblich geprägt. Die Fragen darunter, Knochenbau, Körpergewebe und wie groß du wirkst, sind bei jedem Körper dieselben, und das Styling lässt sich übertragen.
Nein. Knochenbau und vertikale Linie bleiben, wie sie sind. Metamorphosis beschreibt, wie jeder Typ zusätzliches Gewicht trägt, und schreibt zum Typ Dramatic Classic: „Dein Körpertyp wird sich scheinbar radikal verändern, wenn du auch nur ein wenig zunimmst. Das ist in Wirklichkeit eine Illusion, denn dein Knochenbau bleibt derselbe.“ Das Gewicht ändert, wie ein Typ gestylt wird, nicht den Typ selbst.
Es ist eine Stylingmethode, keine Messung. Es beruht auf dem Urteil eines einzelnen Stylisten über Knochen, Körpergewebe und Gesicht, und Kibbe hat Vox gesagt, er habe es für den persönlichen Gebrauch entwickelt und nicht als Grundlage, um Menschen zu beurteilen. Kritiker verweisen auf seine Wurzeln in den Schönheitsidealen des alten Hollywood, die damit auch eurozentrisch sind, und MEL Magazine berichtete, Kibbe halte daran fest, dass das System für alle funktioniert. Was du selbst prüfen kannst, ist, ob Kleidung, deren Linien zu deinen passen, an dir besser aussieht.
Nein, und die beiden sind keine Konkurrenten. Dein Figurtyp sagt, wo dein Körper am breitesten ist, und damit, was deine Kleidung ausgleichen muss. Kibbe sagt, welche Linie diese Kleidung haben sollte, und damit, wie. Die meisten finden zuerst ihren Figurtyp, weil man ihn im Spiegel sieht, und wählen dann mit der Linie das konkrete Kleidungsstück.
Nein, sie messen verschiedene Dinge. Bei Kibbes Image Identity geht es um Linie und Proportion, bei der Farbanalyse nach Jahreszeiten darum, welche Farben zu deinen natürlichen Farben passen. Auch Kibbes eigenes Programm hat einen Farbschritt, den seine Website Kibbe Color nennt und als Farbanalyse nach Jahreszeiten beschreibt. Zusammen funktionieren sie gut: Das eine sagt dir den Schnitt, das andere die Farbe.
Nein. Sie liest die zwei Ebenen, die dieser Artikel beschreibt, deinen Figurtyp und deine Linie (klar, mittel oder weich), aus einem kurzen Fragebogen und fünf Fotos, zwei davon Ganzkörperfotos, und gibt jedem Schnitt ein Urteil mit Begründung. Sie nennt nie einen Kibbe-Typ. Wie die beiden Ebenen funktionieren, steht auf der Seite Figuranalyse.
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- Kibbe Soft Dramatic: welche Schnitte funktionieren und welche gegen dich arbeiten
- Kibbe Dramatic: welche Schnitte funktionieren und welche gegen dich arbeiten



